Geschrieben von: Manfred Gerkensmeyer
Zugriffe: 3231
Das Bankgespräch für die Fördermittelbeantragung optimal vorbereiten

Wie kann das Bankgespräch für die Fördermittelbeantragung optimal vorbereitet werden?

Wie kann das Bankgespräch für die Fördermittelbeantragung optimal vorbereitet werden?

Bei sehr vielen Förderprogrammen führt der Beantragungsweg über die Hausbank. Denn Fördermittel, die als Darlehen ausgestaltet sind, werden praktisch ausschließlich im Rahmen des sogenannten Hausbankenverfahrens vergeben. Die Hausbank tritt dabei als Kreditgeber auf und refinanziert sich bei dem zuständigen Förderinstitut. Die Hausbank muss also erst einmal von dem Vorhaben überzeugt werden. Dazu sind Gespräche erforderlich. Sie bedürfen einer sorgfältigen Vorbereitung. Hier finden Sie Hinweise, was Sie dabei beachten sollten.

Bei darlehensgestützten Förderprogrammen erfolgt die Fördermittel-Beantragung fast immer über die Hausbank. Der Weg über die Hausbank ist sinnvoll, denn sehr oft stellen förderungsfähige Finanzierungsvorhaben eine Paketlösung aus Bank- und Förderdarlehen dar. Die Bank prüft einmalig, ob die notwendigen Voraussetzungen für die Kreditgewährung gegeben sind und kümmert sich dann auch um die Beantragung. Beim Bankgespräch muss die Hausbank zunächst von dem Förderanliegen überzeugt werden. Das geht nur mit einer guten Vorbereitung. Hier ist ein Überblick über wichtige Punkte, die Sie bei Ihrer Vorbereitung berücksichtigen sollten.

Unabhängig davon, ob es um eine Existenzgründung oder die Sicherung und Erweiterung eines bestehenden Unternehmens geht, in einem ersten Schritt muss das zu finanzierende Vorhaben näher konkretisiert werden. Eine bloße Idee reicht nicht aus. Es muss klar sein, welche Investitionen Sie für welchen Zweck tätigen wollen, wie hoch der Finanzierungsbedarf ist, welche Maßnahmen zur Umsetzung angestrebt werden und wie der Zeitrahmen aussieht.

Unerlässlich - der Business Plan

Diese Punkte sind in einem sorgfältig ausgearbeiteten Konzept - dem Business Plan - darzulegen. Das Konzept sollte übersichtlich gegliedert und verständlich formuliert sein. Es muss auch für Dritte, die nicht über spezielles technisches oder sonstiges Spezial-Know How verfügen, nachvollziehbar sein. Aus dem Konzept sollte ersichtlich sein, was Sie mit Ihrem Vorhaben erreichen wollen. Welche neue Dienstleistung oder welches neue Produkt soll angeboten werden? Welchen Markt wollen Sie erschließen? Was ist das Besondere, das Sie bieten - Ihre Unique Selling Proposition, kurz USP? Warum haben Sie einen bestimmten Standort gewählt? Das sind Fragen, auf die der Business Plan eine Antwort geben sollte. In dem Konzept müssen Sie sich auch mit Ihrer Marktposition und dem Wettbewerb auseinandersetzen. Sie müssen Auskunft darüber geben, welche Zielgruppen Sie erreichen wollen und auf welche Marketingstrategie Sie dabei setzen.

Angaben zum Unternehmer und Unternehmen

Wenn es sich um ein bestehendes Unternehmen handelt, sollten auf jeden Fall Daten zur Unternehmenssituation und zur bisherigen Unternehmensentwicklung zur Verfügung gestellt und aufbereitet werden. Sie ergeben sich üblicherweise aus Jahresabschlüssen sowie aus Daten des betrieblichen Rechnungswesens. Auch wichtige Verträge können Auskunft über Ihre Geschäftstätigkeit geben. Bei Existenzgründern sind Angaben und Nachweise zum persönlichen Werdegang und zu erworbenen Qualifikationen hilfreich.

Kapitalbedarfsplan

Darüber hinaus gehören Planungsrechnungen zum Business Plan. Ganz wesentlich ist ein Kapitalbedarfsplan. Hier zeigen Sie auf, wie viel Kapital Sie für die Umsetzung Ihres Vorhabens benötigen und wie viel Sie durch eigene Mittel decken können. Daraus wird gleichzeitig auch Ihr Finanzierungs- und Fördermittel-Bedarf deutlich.

Rentabilitätsplan

In einem Rentabilitätsplan weisen Sie nach, dass Ihre Investition sich auch tatsächlich rechnet und Ihrem Unternehmen einen Mehrwert bringt.

Liquiditätsplan

Ihr Liquiditätsplan zeigt durch Auflistung Ihrer Einnahmen und Ausgaben auf, dass Ihre Liquidität substantiell gesichert ist. Ohne ausreichende Liquidität droht die Insolvenz.

Sicherheiten

Nützlich ist auch eine Sicherheitenübersicht. Daraus kann die Bank erkennen, in welchem Umfang Sie selbst Kredite absichern können. Wenn das nicht der Fall ist, können ggf. ergänzend Bürgschaften aus öffentlichen Programmen oder über Bürgschaftsbanken beantragt werden.

Fördermittel aktiv ansprechen

Wenn Sie bereits selbst mit einem Vorschlag für eine Finanzierungslösung unter Berücksichtigung von Förderprogrammen in das Bankgespräch gehen, verbessert das Ihre Verhandlungsposition erheblich. Manche Banken zeigen sich zurückhaltend, wenn es um die Fördermittel-Einbindung geht. Mit entsprechendem Know How können Sie hier überzeugen. Sie signalisieren damit gleichzeitig der Bank, dass es Ihnen mit Ihrem Vorhaben ernst ist.

Expertenrat nutzen

Die Experten von Fördermittel Plus können Ihnen bei der Vorbereitung wertvolle Unterstützung leisten. Sie kennen die in Frage kommenden Förderprogramme im Detail und helfen bei der Erarbeitung einer geeigneten Finanzierungslösung. Sie wissen auch, auf welche Informationen die Hausbank und die Förderinstitute bei der Mittelbeantragung und -gewährung Wert legen. Sie bringen dabei ihre Erfahrung aus zahlreichen Beratungsprojekten ein. So wird gewährleistet, dass der Business Plan alle erforderlichen Angaben und Unterlagen enthält. Das erspart unnötige Nachfragen und das Nachreichen von Unterlagen, die das Verfahren der Fördermittel-Beantragung und -Gewährung verzögern würden.

Optimal aufgestellt

So vorbereitet, können Sie dem Bankgespräch mit Ruhe und Gelassenheit entgegensehen. Je überzeugender und sicherer Sie hier auftreten, umso größer ist die Chance, dass Sie Ihr Vorhaben auch realisieren können. Auf Wunsch begleitet Sie der Berater beim Gespräch. Dann sind Sie auf jeden Fall optimal aufgestellt.