Geschrieben von: Manfred Gerkensmeyer
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Fördermittel wegen schlechter Auftragslage

Fördermittel für Investition in Immobilie und Maschinen - Maschinenbauer

Praxisfälle - Investition in Immobilie und Maschinen - Maschinenbauer
in Baden-Württemberg

Bei einem Unternehmen in der Bodenseeregion, das im Bereich Sondermaschinenbau und Zerspanungstechnik tätig ist, stellte sich dem Berater von Fördermittel Plus ein komplexes Aufgabenbündel. Denn hier sollten mehrere Ziele gleichzeitig verwirklicht werden.

Ein ganzes Maßnahmenpaket

Im Kern ging es darum, eine Unternehmensnachfolge zu begleiten und dafür ein ausreichendes finanzielles Fundament zu schaffen. Parallel dazu stand eine umfassende Betriebserweiterung an. Dazu gehörten ein umfangreicher Hallenneubau, die Schaffung neuer Verwaltungsräume und die Erweiterung des Maschinenparks. Außerdem sollten Aufträge vorfinanziert werden. Als weiteres Ziel ging es um den Aufbau einer neuen Bankverbindung, ergänzend zur bestehenden vertrauensvollen Beziehung zur Hausbank. Die sollte dabei nicht in Frage gestellt werden.

Fördermix aus fünf Programmen

Wegen des erheblichen Investitions- und Finanzierungsbedarfs bei der Umsetzung dieser Vorhaben war es zunächst notwendig, geeignete Fördermittel zu identifizieren. Der Berater entwickelte eine passende Lösung, bei der insgesamt fünf Förderprogramme zum Einsatz kamen. Dabei handelte es sich um einen Mix aus Darlehen mit Eigenkapitalcharakter (sogenanntem Mezzanine-Kapital), langfristigen Krediten und kommunalen Zuschüssen.

Eigenkapitalersetzende und langfristige Fördermittel

Die Umsetzung der Nachfolge wurde mit einem eigenkapitalersetzenden Darlehen in Höhe von 150.000 Euro unterstützt. Dabei vergab das Förderinstitut 40 Prozent des Darlehens sogar blanko. Für die Finanzierung neuer Maschinen wurden Förderdarlehen mit sechsjähriger Laufzeit und einem konkurrenzlos günstigen Zinssatz von 3,95 Prozent genutzt. Die mögliche Alternative Maschinen-Leasing wäre auf jeden Fall teurer gekommen. Ein weiteres Plus der Förderfinanzierung war: es konnten jederzeit kostenlose Sondertilgungen vorgenommen werden. Auch die Umsetzung der geplanten Neubaumaßnahmen und der dazu nötige Grundstückserwerb erfolgten über Fördermittel. Hierzu wurde ein langfristiges Darlehen mit zwanzigjähriger Laufzeit eingesetzt. Hier überzeugte ebenfalls der niedrige Zins in Höhe von 3,75 Prozent. Dank der vorgesehenen ersten drei tilgungsfreien Jahre konnte darüber hinaus die Liquidität des Unternehmens in der Investitionsphase geschont werden. Auch dieses Förderdarlehen sah die Möglichkeit kostenfreier Sondertilgungen vor.

Kommunaler Zuschuss stärkt Eigenkapitalbasis

Als besonders Highlight des Förderpakets erwies sich die erfolgreiche Beantragung eines Investitions-Zuschusses in Höhe von 50.000 Euro aus kommunalen Fördertöpfen. Das war in diesem Fall ungewöhnlich, denn normalerweise gibt es solche Zuschüsse nur in strukturschwachen Regionen, die als entsprechendes Fördergebiet ausgewiesen sind. Die Bodenseeregion, in der der Betrieb lag, gehörte nicht dazu. Aufgrund seiner Expertise wusste der Berater, dass eine Bezuschussung in diesem Fall trotzdem möglich war und konnte in Gesprächen mit der Gemeinde eine entsprechende Unterstützung erreichen. Da der Zuschuss nicht zurückzuzahlen war, erhöhte sich dadurch das Eigenkapital des Unternehmens unmittelbar.

Zweite Bank direkt engagiert

Als i-Tüpfelchen des gesamten Paketes wurde mit Hilfe des Beraters auch eine zweite Bankverbindung aufgebaut. Die übernahm direkt einen Teil der Gesamtfinanzierung. Inzwischen ist der erste Spatenstich auf dem neuen Grundstück erfolgt, neue Maschinen sind bestellt und das Unternehmen kann eine zusätzliche, zweite Kontokorrentlinie in Anspruch nehmen. Damit sind die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft des Betriebs und eine gelungene Nachfolge gestellt.